Private Krankenversicherung Vergleich

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Tarifwahl in der PKV

Tarifwahl in der PKV

Bei der vielfältigen Auswahl an verschiedenen Tarifen unterschiedlicher Gesellschaften, die noch dazu individuell gestaltbar sind, gestaltet sich eine optimale Tarifwahl in der PKV durchaus aufwendig.

Es gilt, eine Menge Informationen zu sammeln, und zu vergleichen – damit, bei der Tarifwahl in der PKV allein auf die Beitragshöhe zu schauen, ist es keinesfalls getan.

Die Leistungen und Bedingungen, die ein Tarif bietet, sind nahezu der wichtigere Aspekt.

Der erste Schritt, den man dazu unternehmen sollte, ist, sich ernsthaft Gedanken zu machen, welche Leistungen man tatsächlich in welchem Umfang benötigt.

Insbesondere drei große Bereich sollte man dabei in Betracht ziehen, die später für die Tarifwahl in der PKV ausschlaggebend sind: die Leistungen im ambulanten Bereich, die Leistungen im stationären Bereich, und die Leistungen, die im Bereich der Zahnmedizin abgedeckt sein sollen.

Aus dem Baukasten vorgefertigter Tarife einzelner Gesellschaften können dann die herausgefiltert werden, die den eigenen Bedürfnissen tatsächlich am nächsten kommen. Trotz zumeist sehr flexibler Baukästen ist ein hundertprozentiges Abdecken der eigenen Wünsche nie ganz realistisch – in ein paar Bereichen wird man ganz sicher minimale Kompromisse eingehen müssen, und diese Bereiche liegen bei jedem infrage kommenden Tarif ein bisschen anders.

Die eigenen Wünsche zu gewichten kann also zuvor schon manchmal ganz sinnvoll sein, um sich die Entscheidung dann zu erleichtern.

Das Kriterium, wenn man dann die Beiträge bei der Tarifwahl in der PKV vergleicht, sollte aber dann immer noch nicht die absolute Beitragshöhe, sondern im ersten Durchlauf vor allem die Beitragsstabilität sein: denn was nützt ein frisch aufgelegter Tarif, der zwar anfangs einen sehr niedrigen Beitrag hat, der sich nach einem Jahr dann aber plötzlich um 20 Prozent verteuert? Für die Beurteilung der Beitragsstabilität ist es in jedem Fall sinnvoll, sich die Beitragsentwicklung über die letzten Jahre und den Zuwachs der Versicherten in diesem Tarif zeigen zu lassen.

Höhere Zuwächse an Versicherten in einem einzelnen Tarif bedeuten meist auch, dass die Gesellschaft eher in der Lage sein wird, den Beitrag stabil zu halten, als eine hohe Zahl von Abgängen.

Auf einige Punkte sollte man darüber hinaus beim Tarifvergleich noch besonders achten: Die am häufigsten in Anspruch genommenen Leistungen der PKV sind deutlich die Erstattung von Arzt- und Zahnarzthonoraren, die Erstattung der allgemeinen stationären Leistungen, Wahlleistungen vom Arzt und Arznei- beziehungsweise Verbandmittel. Danach folgt schon der Bereich Zahnersatz.

In der Regel kann man bei der Tarifwahl in der PKV also davon ausgehen, dass in diesen Bereichen auch bei einem selbst die meisten Leistungen entfallen – wenn nicht durch ein bereits bestehendes oder immer wiederkehrendes Leiden oder eine andere persönliche Voraussetzung eine andere Leistung noch zusätzlich im Vordergrund steht. Wichtig ist auch, bei Arzthonoraren zwischen Regelhöchstsatz – das ist der 2,3fache Satz der Gebührenordnung – und dem Höchstsatz, dem 3,5fachen der Gebührenordnung, zu unterscheiden. Ärzte dürfen für besonders schwierige und zeitraubende
Behandlungen, die sie allerdings schriftlich begründen müssen, auch den Höchstsatz für ihre Leistung fordern. Wenn die Krankenversicherung allerdings maximal den Regelhöchstsatz zahlt, kann man unter Umständen auf einer sehr teuren Eigenleistung – nämlich dem Differenzbetrag zwischen Regelhöchstsatz und Höchstsatz – sitzenbleiben. Bei Behandlungskosten von 4.500 Euro sind das dann immerhin 1.345 Euro, die man selbst bezahlen müsste.

Darauf gilt es also ebenso zu achten – bei Ärzten wie bei Zahnärzten. Auf den hinter einem Tarif stehenden Heilmittelkatalog lohnt es ebenfalls einen Blick zu werfen: Einschränkungen, die hier gelten, können unter Umständen teure Versorgungslücken bedeuten, wenn man einmal gerade das braucht, was nicht bezahlt wird.

Insofern gestaltet sich die Tarifwahl in der PKV also durchaus komplex – aber nur unter Berücksichtigung aller Faktoren ist es wirklich möglich, sich den optimalen Tarif für die Gesundheitsvorsorge zu sichern – immerhin begleitet einen seine Krankenversicherung in der Regel dann für viele Jahrzehnte lang, in guten wie in schlechten Tagen.

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